Pferde

Warum Pferde in der Therapie?

Seit tausenden von Jahren hängt die Geschichte der Menschen mit derjenigen der Pferde zusammen. Pferde stehen für Kraft, Stärke, Ausdauer, Schönheit und Freiheit.

 

Pferde sind sehr soziale Wesen. Sie haben sich als Flucht- und Herdentiere hoch spezialisierte Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen angelegt, um ihr Überleben zu sichern. Deshalb können sie bei ihrem Gegenüber und in der Umgebung sofort emotionale Spannungsfelder wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren. Pferde spiegeln unmittelbar die Prozesse wider, die im Inneren einer Person ablaufen, häufig unbewusst und nach außen hin nicht sichtbar sind.  

Diese Fähigkeit macht das Pferd zu einem wertvollen Co-Therapeuten in meiner Arbeit und bietet eine wunderbare Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung.

 

Das Pferd fordert uns zu eindeutiger Kommunikation und Klarheit auf. Es sendet nur eindeutige Signale auf der nonverbalen Ebene - im Gegensatz zum Menschen, wo verbale und nonverbale Botschaften differieren können.

Für das Pferd ist es nicht wichtig, was ein Mensch erlebt hat, sondern wie er sich im Augenblick fühlt und wie authentisch er sich gibt. Es reagiert auf Körpersprache, Gestik, Mimik, Stimme, Atmung und die Echtheit der Beziehung.

 

Durch sein aufgeschlossenes und freundliches Wesen hat das Pferd einen hohen Aufforderungscharakter und macht es dem Menschen leicht, sich ihm zu öffnen. Der Zugang zum Pferd lässt sich oft leichter herstellen als zu einem Menschen.

 

Das Therapiepferd

Die Pferde, die in der Therapie eingesetzt werden, sind speziell dafür ausgebildet.

 

Ein Therapiepferd muss einen einwandfreien Charakter haben. Es sollte nervenstark, ruhig und zuverlässig sein.

 

Das Pferd wird zunächst grundausgebildet, d.h. es lässt sich korrekt vom Boden aus arbeiten und ist mit der Longenarbeit vertraut. Es ist dressurmäßig unter dem Reiter ausgebildet und lässt sich sicher im Gelände/Straßenverkehr reiten. 

 

Nach dieser sorgfältigen Grundausbildung zum Reitpferd wird das Pferd zusätzlich auf seinen Einsatz in der Therapie vorbereitet. Es erfolgt Gelassenheitstraining sowie die Gewöhnung an unterschiedliches Arbeitsmaterial, das in der Therapie zum Einsatz kommt. Das Therapiepferd lernt sicher an einer Aufstiegshilfe stehen zu bleiben. Ebenso muss es mit den unterschiedlichen Formen von Behinderungen vertraut gemacht werden. Je mehr Erfahrungen das Pferd im Laufe seines Lebens macht, desto sicherer wird es.

 

Die Ausbildung eines Therapiepferdes dauert mehrere Jahre. Es erfordert viel Zeit und Geduld, bis man ein zuverlässiges Pferd hat, das man in der therapeutischen Arbeit einsetzten kann. Eine gute Beziehung zwischen Therapeut und Pferd ist die Basis dafür. 


Die Pferde von EquiBalance

SADIQ

Araber-Mix, *2005, Wallach

 

Sadiq kam im Juni 2015 zu mir. Er ist ein feinfühliges und sensibles Pferd und zeichnet sich durch sein ruhiges und zuverlässiges Wesen aus. 

Im Gelände ist er brav und unerschrocken. Auch im Umgang mit kleinen Kindern ist er sehr behutsam und vorsichtig. Durch seine ausgeglichene Art ist er auch für ängstliche Menschen geeignet. Sadiq hat sehr sitzbequeme Gänge und es macht einfach nur Spaß ihn zu reiten.

Der Name "Sadiq" kommt aus dem Arabischen und bedeutet "mein Freund, mein Gefährte".


PEANUT

Quarter Horse, *2015, Wallach

 

Der kleine Peanut kam mit einem knappen Jahr zu mir. Spielerisch lernt er den Umgang mit Menschen und wird Stück für Stück auf sein Leben als künftiges Therapiepferd vorbereitet.

Peanut ist ein sehr neugieriges und aufgeschlossenes Pferd. Unerschrocken erkundigt er alles Unbekannte und scheint ein sehr sicheres und zuverlässiges Pferd zu werden. Seit November 2018 macht Peanut nun seine ersten Schritte unterm Sattel und ist auf dem besten Wege ein gutes Reit- und Therapiepferd zu werden.